Schließung der Oberm. Post

Informationsveranstaltung zur Postschließung

Die CSU Obermenzing lädt zu einer Informationsveranstaltung am Freitag,
2. Februar 2007 um 19.00 Uhr in des Saal im Alten Wirt Obermenzing

Stadträtin Ursula Sabathil hat in einem offenen Brief die Deutsche Post AG aufgefordert, einen kompetenten Vertreter der Post zu entsenden, der den Bürgerinnen und Bürgern auf ihre vielfältigen Fragen Rede und Antwort stehen kann.


Partnerfiliale am 3. April eröffnet

Am Freitag, den 2. Februar 2007 standen Wilhelm Haas, regionaler Politikbeauftragter der Deutschen Post, und Pressereferent Gert Hilger im Rahmen einer Informationsveranstaltung der CSU Obermenzing im Alten Wirt Rede und Antwort und versprachen „für Obermenzing nur das Beste“ – blieben jedoch zunächst eine klare Auskunft über einen möglichen Betreiber und Standort der Obermenzinger Post schuldig. Lediglich die Aussage, dass die „Postversorgung mit allen Brief-, Paket- und Postbankleistungen“ erhalten bleibt, war ihnen im Zuge einer teilweise angespannten Diskussion abzuringen. „Sie haben uns leider keinen einzigen konkreten Punkt genannt, der uns unsere Sorgen nimmt,“ fasste Ursula Sabathil den Abend zusammen. Sabathil konnte an diesem Abend insgesamt 3.134 Unterschriften für den Erhalt der Postdienstleistungen in Obermenzing überreichen.

Umso überraschender war dann das Auftreten von Haas und Hilger am Dienstag darauf im Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing. Sie präsentierten nicht nur einen Betreiber der künftigen Partner-Filiale sondern teilten zudem mit, dass die Post an ihren alten Standort in der Bauseweinallee mit verlängerten Öffnungszeiten zurückkehren wird.

Am 3. April wurde mittlerweile die Filiale unter Leitung von zwei kompetenten Partnern eröffnet: Martin Edel betreibt bereits drei Partnerfilialen im Münchner Raum und Gerhard Simbeck führt seit vielen Jahren einen Telekommunikationsgeschäft in Obermenzing. Die neue Filiale wird künftig 45 Stunden statt der bisherigen 33 geöffnet haben – und wenn die Nachfrage entsprechend groß ist, wird künftig auch Mittwoch Nachmittag aufgesperrt. In der neuen Filiale wird es nicht nur Schließfächer geben, hier ist auch genug Lagerkapazität für Pakete, die künftig nicht mehr in Pasing abgeholt werden müssen. Zwei Schalter stehen für Postdienstleistungen zur Verfügung. Pressesprecher Gert Hilger appelliert an die Obermenzinger: „Nutzen sie die Angebote, umso größer ist die Sicherheit, dass nichts geändert wird!“


Pressemitteilung vom 17.12.2006

Unterschriftenaktion geht weiter
Obermenzinger wehren sich gegen Schließung ihrer Postfiliale -
Informationsveranstaltung am 7. Februar 2007

Die Post beabsichtigt im kommenden Jahr ihre Obermenzinger Filiale in eine sogenannte Partner-Agentur umzuwandeln. Am vergangenen Samstag, den 16. Dezember, sammelten Mitglieder des Obermenzinger CSU-Ortsvorstands erneut über 200 Unterschriften gegen dieses kundenunfreundliche Vorhaben. Unterschriftenlisten liegen in zahlreichen Geschäften entlang der Verdistraße auf, Anfang Februar 2007 wird eine Informationsveranstaltung stattfinden.

Viele Obermenzinger zeigten sich auch anlässlich der wiederholten Unterschriftenaktion der CSU Obermenzing noch überrascht, waren sie doch bisher der Überzeugung, dass die Postfiliale nach Fertigstellung der Neubauten neben dem Obermenzinger Bahnhof wieder an ihren alten Standort zurückziehen wird. Es hat sich offensichtlich noch nicht überall herumgesprochen: Gemäß Mitteilung der Regionalleitung Süd der Deutschen Post an Oberbürgermeister Christian Ude beabsichtigt die Post „die eigenbetriebene Filiale in der Verdistraße 45 durch eine Partner-Filiale zu ersetzen.“ Diese Umwandlung soll zwar lückenlos erfolgen, damit die Post ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachkommt, dass dies durchaus auch mit Nachteilen verbunden sein wird, verschweigt die Regionalleitung jedoch. Eine Postagentur wird weder Schließfächer vorhalten, noch Pakete oder Einschreiben ausgeben, wenn der Empfänger nicht zu Hause angetroffen wurde. Hier ist künftig der Weg nach Pasing angesagt.

Betrachtet man dieser Tage die langen Schlangen in und auch vor dem Obermenzinger Postamt, so ist es kaum vorstellbar, dass eine einzelne Agentur den Bedarf einer Kleinstadt, wie es Obermenzing mit deutlich über 25.000 Einwohnern darstellt, decken kann. Für viele insbesondere ältere Obermenzinger Mitbürger ist schon der derzeitige Zustand der Filiale in viel zu kleinen Räumen nicht zumutbar.

Am vergangenen Samstag konnte CSU-Stadträtin Ursula Sabathil gemeinsam mit weiteren Vorstandsmitgliedern erneut innerhalb kurzer Zeit über 200 Unterschriften verärgerter Obermenzinger Bürgerinnen und Bürger sammeln. Insgesamt konnten bereits über 800 Unterschriften gesammelt werden, 1000 plus x sollen es mindestens werden. „Die gesammelten Unterschriften wollen wir den Vertretern der Post im Rahmen einer Informationsveranstaltung überreichen,“ so Sabathil. Der Termin steht bereits fest: Mittwoch der 7. Februar 2007, um 19.30 Uhr im Carlhäusl (An der Würm 1). Vertreter der Deutschen Post sind eingeladen, um den Obermenzingern Rede und Antwort zu stehen.

Stadträtin Ursula Sabathil und Frieder Vogelsgesang, Vorsitzender der Bürgervereinigung Obermenzing e.V., fordern alle Obermenzinger auf, sich an der Unterschriftenaktion gegen die drohenden Verschlechterungen in der Postversorgung zu beteiligen. Listen liegen in zahlreichen Geschäften auf oder können bei Folker Teußer (Telefon 811 28 71) angefordert werden.

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Pressemitteilung vom 10.12.2006

Bürgerprotest gegen Postschließung
Obermenzinger gehen auf die Straße -
Bürgervereinigung veröffentlicht Bildbericht zur Postgeschichte

Im Laufe des Jahres 2007 möchte die Post die Obermenzinger Filiale an der Verdistraße schließen. Hiergegen protestieren die Obermenzinger vehement. Innerhalb nur einer Stunde konnte am vergangenen Freitag, den 8. Dezember im Rahmen eines Informationsstands der Obermenzinger CSU bereits über 300 Unterschriften gesammelt werden.

Schon seit längerem bereitete die Bürgervereinigung Obermenzing e.V. für ihre Schriftenreihe „Obermenzinger Bilder“ einen Bildbericht über die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte rund um den Obermenzinger Bahnhof und auch die Obermenzinger Post vor. Gerade als die neue Ausgabe in Druck ging, ereilte Obermenzing die Kunde, dass die Post nun doch beabsichtigt, die Obermenzinger Filiale zu schließen.

In der aktuell vorliegenden Ausgabe Nr. 48 der  „Obermenzinger Bilder“ berichtet der Vorsitzende der Bürgervereinigung, Frieder Vogelsgesang, ausführlich über die Anfänge der Obermenzinger Postgeschichte.

Bis Obermenzing am 1. Februar 1920 eine eigene „Postagentur“ erhielt, gehörte die Gemeinde jedenfalls zum Landzustellbereich des Postamts Pasing, die Zustellung der Post erfolgte durch so genannte „Landbriefträger“, die ursprünglich zu Fuß, später mit Hilfe von Fahrrädern ihre Sendungen austrugen. Groß war dann die Freude unter den Einwohnern, als Obermenzing im Februar 1920 postalisch „selbstständig“ wurde, die Postzustellung verbesserte sich merklich. Diese erste Agentur befand sich in Räumen des Hauses Westliche Hofstraße 120, heute: Verdistraße 47, Gasthof Zum Grünen Baum. Der Zugang zum Schaltervorraum und Dienstraum lag an der Nordseite des Gebäudes etwa in Gebäudemitte; der Schaltervorraum war ein schmaler Gang von 9 m², der Schalterraum selbst wies ein Fläche von nur 20 m² aus.

Obwohl die neue Einrichtung zunächst dankbar angenommen wurde, häuften sich bald Klagen unterschiedlicher Art. Massive Beschwerden bezogen sich auf die beengten räumlichen Verhältnisse. Im Jahr 1920 zählte Obermenzing etwa 2.800 Einwohner, 1925 waren es rund 3.400 und im Jahr 1930 erwähnt der Gemeinderat in einem Schreiben an die Oberpostdirektion bereits 5.000 Einwohner. Mit dem Anwachsen der Bevölkerung stieg in gleichem Umfang der Postverkehr, die Postagentur begann aus allen Nähten zu platzen. Die Kunden mussten teilweise im Freien auf ihre Abfertigung warten, zumal der Dienstraum den Zustellern auch für die Vorverteilung der Post und der Reparatur ihrer Fahrräder diente.

Am 25.8.1932 wurde nach verschiedenen Planungen der Bauantrag der Oberpostdirektion für das neue Postdienstgebäude auf dem Grundstück am Eck der heutigen Bauseweinallee zur Verdistraße beim Reichspostministerium eingereicht, noch im selben Jahr wurde mit dem Rohbau begonnen, die Fertigstellung erfolgte im Juni 1933, die feierliche Eröffnung am 1. Juli 1933. Das Gebäude das auf Erbbaubasis erstellt wurde, ging vertragsgemäß 1970 in das Eigentum der Bundespost über.

Nachdem dieses Grundstück in den vergangenen Jahren veräußert wurde und derzeit neu bebaut wird, ist die Obermenzinger Postfiliale derzeit in einem kleinen Ladengeschäft im Neubau Verdistraße 45 untergebracht. Diese Filiale soll nun Mitte 2007 geschlossen werden.

Bereits seit Jahresende 1999, als die Abbruchpläne des alten Postgebäudes bekannt wurden, fürchtet der Bezirksausschuss um den Fortbestand der Post in Obermenzing. Auf Anregung von Philipp Seeger wurden in den vergangenen Jahren mehrfach Anträge zum Erhalt der Post einstimmig verabschiedet. Und die Post beteuerte seither regelmäßig, dass „selbstverständlich die volle Dienstleistungspalette“ angeboten werde. Dies scheint jedoch künftig nicht unbedingt gewährleistet. Geschäftsinhaber vor Ort sollen den Postbetrieb übernehmen. Päckchen, Pakete und Einschreibesendungen müssten künftig allerdings in Pasing abgeholt werden. Für viele insbesondere ältere Obermenzinger Mitbürger ist dies nicht zumutbar.

Die Obermenzinger CSU veranstaltete daher am Freitag den 8. Dezember einen Informationsstand am jetzigen Standort der Post und konnte binnen einer Stunde über 300 Unterschriften sammeln. Unterstützt wurde sie hierbei von der Bürgervereinigung Obermenzing, die einen kleinen Teil der druckfrischen Auflage ihrer „Obermenzinger Bilder Nr. 48“ zur Verfügung stellte. CSU-Stadträtin Ursula Sabathil und Bürgervereinigungsvorsitzender Frieder Vogelsgesang fordern alle Obermenzinger auf, sich an dieser Unterschriftenaktion zu beteiligen. Listen liegen in zahlreichen Geschäften auf oder können bei Folker Teuser (Telefon 811 28 71) angefordert werden. Die CSU plant weitere Informationsveranstaltungen.

Die neue Ausgabe der Obermenzinger Bilder wird an die rund 1.500 Mitglieder der Bürgervereinigung bis Jahresbeginn 2007 verteilt. Das Heft kann gegen eine Mindestspende von 3 Euro bei der Bürgervereinigung unter Telefon 811 93 33 angefordert werden. Die vollständige Sammlung mit 48 Ausgaben seit 1982 ist für 60 Euro erhältlich. Nähere Informationen zu den Inhalten der einzelnen Ausgaben sind unter www.bvobermenzing.de im Internet erhältlich